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JENA „So viel Silber im Grau. Kunst aus der DDR“

    13.11.2025

    Spätherbst – mein Programm für die dunkle Jahreszeit startet mit einem Besuch der Kunstsammlung Jena. Ausgestellt sind Werke von 134 Künstlerinnen und Künstlern. Die Sammlung von Kunst der DDR ist mit rund dreißig Prozent ein wesentlicher Teil der Kunstsammlung Jena. Aus der Ankündigung des Museums: „… Viele der ausgestellten Arbeiten … zeugen von einem Kunstraum, der durch die Fülle der Handschriften und die Aktualität der Bildsprachen überrascht und neu entdeckt werden will.“ Besonders freue ich mich auf Werke von Gerhard Altenbourg. Ich habe einen alten Ausstellungskatalog und werde die Werke erstmals im Original betrachten können.

    Sicherlich interessiert mich die Kunst aus der DDR aufgrund der Intention, eine Weltanschauung auch in/ mit der Kunst zu manifestieren. In einem abgeschlossenen Zeitraum, sozusagen als Seitenarm der Geschichte, kann man Entwicklungen, Differenzierungen, stille Abweichungen und informelle Auseinandersetzungen verfolgen. Künstlerinnen und Künstler treten in diesen Diskurs ein unmittelbar nach dem Krieg. Sie entwicklen Überzeugungen oder bringen eigene Ansichten unter. Alles ist Gratwanderung. Was sich in den Werken widerspiegelt ist aber großes handwerkliches Können. Sie wissen, was sie tun! Ich freue mich auf eine Lehrstunde zu Inhalt und Form.

    Auch in Berlin, in der Neuen Nationalgalerie, gibt es derzeit eine Ausstellung zur Zeit nach 1945: „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft“. Sammlung der Nationalgalerie 1945 – 2000. Mein Besuch ist schon terminiert, oha!

    Ein Museumsangebot: Verbunden mit dem Besuch der Ausstellung und sicher ein besonderes Highlight ist ein Workshop zur Monotypie mit Katrin König.

    Neuenhagen, 13.11.2025