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PARIS: Surrealismus

    10.01.2025

    Das neue Jahr startet mit der Ausstellung zum Surrealismus im Centre Pompidou, Paris.

    Anreisetechnisch völlig problemlos, Flugzeug und Bahn. Chipkarte hatte ich noch, nur aufladen, Linie finden und bis Station „Châtelet Les Halles“ fahren. Kurzer Fussweg und angekommen. Das gebuchte Zeitfensterticket war auf die Öffnung des Museums, 11Uhr gebucht. So hielt sich der Andrang in Grenzen. Bemerkenswert ist der Zugang zu den Etagen. Er führt an der Außenseite des Gebäudes über Rolltreppen nach oben. Mit jeder Etage erlangte ich einen freieren Ausblick über die Stadt, fantastisch!

    Durch Eintritt in die Ausstellung erhalte ich Zugang zu einem faszinierenden Reich der Märchen und Mythen, des Lachens und Fragens, von Witz und Hintergründigkeit. Die großen Meister sind alle vertreten. So kann ich Dali, deChirico, Max Ernst, meine liebe Freundin Leonora Carrington im Original betrachten. Bisher habe ich Paul Klee noch nicht im Original gesehen, nun aber „Pflanzenwachstum“, 1921! Je weiter ich mich von dem Bild entferne, desto größer wird die Tiefenwirkung bei diedm relativ kleinen Bild (ca.50x40cm).

    Auch Neuentdeckungen gab es für mich. Zum Beispiel Remedios Varo, Mexiko. Die Bilder zeigen phantastische Apparaturen, um den Mond zu füttern, gemalten Vögelchen zu Leben zu verhelfen oder alchemistische Werke zu vollbringen. Sie war mit Leonora Carrigton, die ja auch nach Mexico auswanderte, befreundet. Ich hatte auch Dorothea Tanning noch nicht gesehen. Gleich am Anfang der Präsentation fand ich „Birthday“, 1942. Prägnant dargestellt symbolisieren hintereinander geöffnete Türen die Abfolge der Lebensjahre. Zum Ende der Ausstellung entdeckte ich noch Marcelle Loubchansky. Die Bilder fand ich technisch besonders. Inhaltlich sehr reduziert, eher asiatisch, ist die Farbverteilung smooth und varios. Mal schauen, was hier in meine Malerei einfließen kann bei der Darstellung von Grenzen, Abgrenzungen, Übergängen und Zwischenräumen.

    Mental war ich schon ganz schön gefordert in der Konfrontation mit den Phantasmen des Surrealismus. Die Ausstellung war sehr umfangreich, thematisch gut strukturiert und in immer wieder in wechselnden Räumen präsentiert. Geschichten aus einer phantastischen Parallelwelt, zauberhaft!

    Weiterführend

    Centre Pompidou https://www.centrepompidou.fr/en/program/calendar/event/gGUudFS