08.04.2025
Heute geht es nach Wiesbaden. Im Museum Reinhard Ernst wird eine Ausstellung mit Bildern von Helen Frankenthaler (1928–2011) gezeigt. Sie war in den 50ern des vergangenen Jahrhunderts wegweisend in ihrer Soak Staine Technik, zwischen dem Action Painting und der Farbfeldmalerei. Das Museum selbst ist neu und bestimmt gibt es auch noch Interessantes in der Sammlung.
Die Bahn hat auch wieder Probleme, so dauert die Fahrt ca. 40min länger. Aber ich nehm es als Abenteuer! Genau wie die sportlich bemessene Umsteigezeit von Gleis 9 nach Gleis 21 in 5min, ha! Dafür fußläufig zum Museum vom Hauptbahnhof in Wiesbaden durch einen frühlingshaften Park mit überbordend blühenden Japanischen Kirschbäumen – rosa Wolken.
Der Museumsbau ist neu, extra für die Sammlung gebaut. Ich wurde übrigens auch direkt (ups) auf die Toilettenräume aufmerksam gemacht und hab nachgeschaut – super stylisch.
Die Ausstellung selbst ist unbedingt sehenswert. Frankenthaler hat ja keine kleinen Bilder gemalt. Ihre Erfindung der Soak-Stain-Technik ließ verdünnte Farbe in unbehandelte Leinwandbahnen einsickern. Und im Betrachten des Originals kann man sich gut vorstellen, auf dem Boden ausgelegte Leinwand mit Farbe, Besen Bürsten in ausholenden Bewegungen zu arbeiten – voll toll.
Beeindruckt war ich auch von den Farbkompositionen, von Zusammenfinden in Harmonie und Form, der Komposition an sich. Frankenthaler ist sich sicher: „Es gibt kein ‚immer‘. Keine Formel. Es gibt keine Regeln. Lass das Bild dich dorthin führen, wo es hingehen muss.“ Genau so!